Pädagogisches Konzept

Unser Pädagogisches Konzept zielt darauf ab, bei unseren Kindern gewisse Fähigkeiten, wie gesundes Selbstvertrauen, soziale Kompetenzen, Flexibilität, Teamfähigkeit und die Neugier auf ein lebenslanges Lernen zu fördern. Denn wir wissen nicht, wie sich das soziale und wirtschaftliche Leben im 21. Jahrhundert entwickeln wird und wie die Arbeitsplätze der Zukunft aussehen werden, welches Wissen unsere Kinder speziell benötigen, damit sie alle Anforderungen von Morgen meistern können.

Die I.P.S.I Lernkultur wurde aus der jahrelangen Erfahrung und Zusammenarbeit unserer beiden Lehrerinnen Christine Heuer und Maria-Luise Botros entwickelt und steht für:

I. - individuell
P. - persönlichkeitsfördernd
S. - sozial kompetent
I. - integrativ

Sie wurden dabei vom Menschenbild der Humanist/inn/en wie zum Beispiel Rogers beeinflußt und inspiriert. Viele Ideen Montessoris, Freinet, Wild,...wurden in die Praxis umgesetzt. Im Sinne von ganzheitlichem Lernen regt es die kognitive, die affektive und die psychomotorische Ebene an. Soziales Lernen findet innerhalb klar definierter Grenzen statt und nimmt einen wichtigen Stellenwert ein. So werden auch Mütter und Väter miteinbezogen, damit sie mit ihren Kindern mitwachsen. Die Schule bietet Lebens-, Erfahrungs- und Entwicklungsraum und ist nicht auf einen intellektuellen "Lernraum" beschränkt.

Die Stärke des Konzeptes liegt in der Flexibilität, auf die individuelle Persönlichkeit, Situation und Entwicklungsstufe jedes Kindes einzugehen.

GANZHElTLlCHES LERNEN

Die Kinder begreifen die Welt mit allen Sinnen. Eine vorbereitete Umgebung mit ansprechenden Lernmaterialien und die motivierende, begeisternde Aufbereitung verschiedener Themen unterstützen die Kopf-, Herz- und Handarbeit der Kinder. Erlebnisse draußen in der Natur und Ausflüge in Museen und Ausstellungen nehmen dabei einen wichtigen Platz ein.

SOZIALES LERNEN

Die Reaktion der Gruppe stellt für jedes Kind einen
Spiegel dar. Durch die Interaktion in der Gruppe wachsen Vertrauen und Selbstvertrauen.

VERNETZTES DENKEN

Die Einbeziehung der Emotionalität beim Lernen, Spielen und Erleben fördert die Teamfähigkeit und Flexibilität sowie die sozialen und kognitiven Qualitäten. Selbständiges und gemeinschaftliches Arbeiten wechseln einander ab. Das "emotionale Begreifen" der Welt bildet die Grundlage für abstraktes, logisch-schlussfolgerndes Denken.

ALTERSÜBERGREIFEND

Es gibt keine strikte Aufteilung in Klassen, der Unterricht wird größtenteils gemeinsam gestaltet. Wie Generationen vor uns lernen die Jüngeren von den Älteren und sehen gleichzeitig ihren Entwicklungsweg vorgezeichnet. Das gibt Sicherheit und viel Erfahrung, welchen Entwicklungsweg andere genommen haben.

BEWEGUNG ist LEBEN

Ein Drittel des Tages ist dem freien Arbeiten gewidmet, hier haben die Kinder die Möglichkeit, ihren Interessen ungestört und unstrukturiert nachzugehen und Ideen auszuprobieren. Viele Kinder nutzen diese Zeit, um ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben, zum Beispiel im Garten mit Schnee ein Iglu zu bauen, im Bewegungsraum mit Hilfe von Bänken eine "Rutschlandschaft" zu gestalten oder am Werktisch zu hämmern und zu sägen. Sie werden auch später im Berufsleben nicht warten, bis ihnen der "Chef" sagt, was zu tun ist. Schäden am Bewegungsapparat durch zu langes Sitzen und zu wenig Muskeltraining sollten sich bei unseren Kindern nicht einstellen.
Manche wollen einfach "nur" spielen - im Sinne Maria Montessoris, wo das Spiel der Kinder "ihre Arbeit" darstellt. Dabei üben die Kinder ihre Fertigkeiten und erwerben soziale Kompetenz. Natürlich bleibt auch genügend Zeit um zu essen, auszurasten, zu träumen, zu plaudern oder einfach auch nur Spaß zu haben.

BENOTUNG

Noten werden grundsätzlich nicht verteilt, Kinder veranstalten von Natur aus Wettbewerbe und wissen sehr genau, wo sie mit ihrer Leistung stehen. Wir wollen den in unserer Gesellschaft unabdingbaren Konkurrenzdruck nicht weiter fördern, sondern den Blick dafür entwickeln, was jedes Kind an Fähigkeiten in die Gemeinschaft einbringen kann. Dadurch kann sich bei unseren Kindern auch keine "Prüfungsangst" entwickeln. Auch in höheren Schulen bleiben sie erfahrungsgemäß gelassen – weder Panik noch Euphorie blokieren ihre Leistungsfähigkeit.
Die Kinder erarbeiten ihre Zeugnisse gemeinsam mit den LehrerInnen in Form von Jahresberichten. Die LehrerInnen beschreiben die Entwicklung der Kinder und nur für den Übertritt in eine andere Schule wird ein offizielles Noten-Zeugnis erstellt.

„GRUND – SÄTZE”

Einige Punkte, die uns besonders wichtig erscheinen, möchten wir zur Veranschaulichung einfach aufzählen:

  • Wir wollen die Kinder ermutigen, die Welt ihrem Alter und ihrer persönlichen Erfahrung gemäß zu entdecken
  • Die Fähigkeit der Kinder, die Welt mit allen Sinnen zu begreifen, eigene Bilder zu entwickeln und eigene Erfahrungen zu sammeln, soll nicht beeinträchtigt werden.
  • Wir bemühen uns den Kindern mit Eintritt in die Schule die Lust am Lernen zu erhalten.
  • Dem natürlichen Forschungsdrang soll Raum gegeben werden.
  • Das Erkennen von Zusammenhängen steht über der Anhäufung von Wissensinhalten.
  • Das Erlernen von Schriftzeichen und Zahlen ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Ausdruck der eigenen Vorstellungswelt der Kinder.
  • Selbständiges und gemeinschaftliches Lernen wechseln einander ab.
  • Dem natürlichen Bewegungsdrang soll genügend Zeit und Platz zur Verfügung stehen.
  • Die Einbeziehung der Emotionalität beim Lernen halten wir für besonders wichtig.
  • Die vielen Bilder und Eindrücke, die in den Herzen und Köpfen der Kinder entstehen, verlangen nach umfassendem Ausdruck. Bei Körperarbeit, Rollenspiel, freiem Zeichnen oder Musik verarbeiten die Kinder das Erlebte.
  • Durch Projekte können Themen ganzheitlich erfaßt und in ihren verschiedenen Aspekten verarbeitet werden.
  • Die Reaktion der Gruppe stellt für jedes Kind einen Spiegel dar. Durch die Interaktion in der Gruppe wachsen Vertrauen und Selbstvertrauen.
  • Auch wir Erwachsenen können und wollen von den Kindern lernen und mit ihnen wachsen: Die Schule ist unser aller sozialer Lebensraum.