Es war eine Sache, die ging ganz stark von den Frauen aus!

Die erste Alternativschule, die in Wien gegründet wurde, war der Verein für emanzipatorische Erziehung. Eigentlich sagt der Name schon, was unser pädagogisches Anliegen war: nämlich die Emanzipation der Kinder, und für uns selber ebenfalls die Emanzipation. Acht Mütter, ein Vater, eine Lehrerin, ein Lehrer und acht Kinder machten den Anfang im Amerlinghaus. Alleine daran wird schon sichtbar, daß es eine Sache war, die ganz stark von den Frauen ausgegangen ist. Das heißt, auch die Frauenbewegung ist der Hintergrund für die Entwicklung der Alternativschulen, sowie auch die Studentenbewegung. Das Herz dieser ganzen Sache war Frau Doktor Maria Scheibelhofer, die auch ihr Kind dort gehabt hat, und die hat etwas gemacht, was jede Schule gebraucht hat, das organisatorisches Zentrum sozusagen. Sie hat den ganzen organisatorischen, bürokratischen Kram gemacht und darüber hinaus noch die Leute zusammengehalten. Sie hat immer alle eingeladen, geschaut, daß alles funktioniert und so weiter, das war bei uns die Miri Scheibelhofer. Und es ist kein Wunder, daß das eine Frau war, das war klar: es hat sich alles zentriert um die Frauen.