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Damals hätte ich auf sie hören sollen! Ich war eine von den Müttern, die keine alternative Lebensform gesucht hatten. Genaugenommen hatte ich mir gar keine Gedanken über Kinder gemacht, außer daß ich welche wollte. Ich war eine Buchhalterin, die ein Kind kriegt. Meine Tochter war geplantes, ein richtiges Wunschkind. Für meinen Mann und mich war von Anfang an klar, daß wir zwar die Arbeit mit dem Kind so gut wie möglich teilen wollten, die Verantwortung für die Erziehung aber bei mir liegen würde. Als meine Tochter ca. acht Monate alt war, fing ich halbtags wieder zu arbeiten an. Damals arbeitete ich in einem internationalen Betrieb und hatte nur auf zwei Monate Karenz Anspruch. Also suchte ich um ein Jahr unbezahlten Urlaubs an, bekam aber nur sechs Monate bewilligt. Offen gestanden war ich sehr froh, den halben Tag aus dem Haus zu kommen und wieder Arbeiten erledigen zu können, ohne von Babygeschrei unterbrochen zu werden. Für meine Tochter besorgte ich eine Kinderfrau, die ins Haus kam. Leonie wurde bis zehn Uhr von ihrem Vater versorgt, von zehn bis dreizehn Uhr kam die Kinderfrau, und den Nachmittag verbrachte ich dann mit meiner Tochter. So kam mein Kind in den Genuß, den ganzen Tag von Menschen betreut zu werden, die gerne mit ihr zusammen waren und sich ganz auf sie einstellten. |
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